23.02.2017  | 
CVJM-Jugendhaus Seelow

Wir können Übersetzer sein - trotz Mutterschutz

Christina Parr, Bereichsleiterin des CVJM-Jugendhauses Seelow, erzählt von ihrer besonderen Situation. Sie ist schwanger und geht bald in den Mutterschutz. Nicht nur als hauptamtliche Mitarbeiterin, sondern auch als Ehrenamtliche versucht sie die Kinder und Jugendlichen für Gott und ihr Leben zu begeistern:

"In Anbetracht der aktuellen Mitarbeitersituation und meines drohenden Mutterschutzes, versuche ich die Kids und Jugendlichen unserer offenen Arbeit einfach mehr in mein Leben mit rein zu nehmen, an den Stellen wo es geht, und wo ich es leisten kann. So habe ich in den letzten Wochen auch zu den ganz normalen Sonntaggottesdiensten in Seelow eingeladen, die Robert Parr (CVJM-Leiter und Kreisjugendpfarrer) gehalten hat und bei denen ich wusste, dass ich hingehen werde. Von meiner Mädelsgruppe waren zwei bis drei Mädchen mehrmals mitbei. Sie sitzen immer ganz anständig und andächtig neben mir, beobachten mich und die Anderen beim Singen und Beten. Ich druckte ihnen einen Programmablauf aus, so dass sie nicht völlig überfordert sind, wenn plötzlich Leute aufstehen und wann sie sich wieder hinsetzen. Nach dem Glaubensbekenntnis meinte in der vergangenen Woche ein Mädchen: "Ihr lest aber langsam!" Und als Robert und Kathrin gemeinsam zum Ausgang gingen, um die Besucher zu verabschieden meinte sie ein bisschen aufgeregt: „Die haben das Geld vorne stehen lassen!!"

Im CVJM-Jugendhaus Seelow können wir gerade keine eigenen Jugendgottesdienst oder einen anderen besonderen Gottesdienst anbieten. Doch wir können sie in unser Leben hinein nehmen und für sie Übersetzer sein. Das Schöne ist, das geht auch während des Mutterschutzes."

 

Aktualisiert durch: Marcel Schröder