18.04.2019  | 
CVJM Oderbruch allgemein

Ans Licht – Jugendliche mit dem Kreuz voran, schreiten durch die Nacht

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Am 18. April 2019 in der Nacht von Gründonnerstag zu Karfreitag zum achten Mal der Jugendkreuzweg statt. Über 50 Teilnehmer, darunter auch viele Jugendliche, versammelten sich zum alljährlichen Start an der Kunersdorfer Kirche.

Darunter waren auch elf Jugendliche aus den Jugendhäusern des CVJM aus Seelow und Wriezen. Pfarrer Arno Leye erklärte die Stationen auf dem Weg zwischen Kunersdorf und Neutrebbin, die über Bliesdorf, Altrebbin, Altbarnim, Sietzing und Wuschewier führten. Nach einem Agape-Mahl, in der Brot und Traubensaft wie beim letzten Abendmahl miteinander geteilt werden sowie einer kurzen Andacht, brachen die Teilnehmer auf zur ersten Etappe nach Bliesdorf.

In Bliesdorf angekommen, haben die Jugendlichen aus Seelow mit Jugendpfarrer Robert Parr eine Andacht vorbereitet sowie ein kleines Theater, in der sie die Szene von Paulus und seiner Verleugnung gegenüber Jesus darstellten, ehe der Hahn drei Mal kräht.

„Für mich ist der Jugendkreuzweg bereits eine feste Tradition“, erklärt der 25-Jährige Marcel Schröder, der bereits seit einigen Jahren vom Christlichen Verein Junger Menschen aus, den Kreuzweg mitläuft und erzählt, dass er mit anderen Jugendlichen auch mal unterwegs „Lobpreis Lieder“ gesungen habe.

Einige Jugendliche laufen zum ersten Mal den 21 Kilometer langen Kreuzweg mit und sind noch sichtlich nach der ersten Station motiviert und wärmen sich dank der Bliesdorfer Feuerwehr am Osterfeuer etwas auf, bis die Tour auf seiner längsten Strecke nach Alttrebbin weiter geht. Bis zum Ziel in Neutrebbin werden die Teilnehmer auf kleinen Straßen, Feldwegen und teilweise über Bahnschienen, Brücken und Wiesen laufen.

Auf dem gesamten Weg begleitete den Teilnehmern ein Kreuz, welches von Station zu Station von verschiedenen Menschen durch die Dunkelheit der Nacht getragen wird und der Gruppe vorangeht. Beim Kreuzweg stehen die Leiden von Jesus Christus im Fokus, die er auf seinen Weg durch die Dunkelheit erfahren hat, die die Kreuzgänger nach zu empfinden versuchen. Durch die Dunkelheit hinweg gibt Jesus das Licht und neue Kraft auf ihren Wegen. In den jeweiligen Dorfkirchen oder Schul- und Bethäusern gab es jeweils kleine Andachten, ein Taizé Lied „Bleibet hier und wachet mit mir“ sowie einen Moment der Stille. Viele Helfer unterstützten die Reisenden mit Tee, Kuchen oder belegte Stullen zur persönlichen Stärkung.

In den Kirchen Altbarnim und Sietzing erklärt Pfarrer Arno Leye: „Diese Kirchen mit ihren Altaren sehen wir zu diesem Kreuzweg das letzte Mal. Sie werden in diesem Jahr restauriert und die Bilder werden wieder freigelegt.“ Zudem fügte Arno Leye hinzu, dass er mit seinen Konfirmanden in Altbarnim verschiedene Psalme sangen und beteten. Bei einem Moment der Stille fingen die Konfirmanden an Laudatio Omnes Gentes zu singen, was Touristen mitbekommen haben und sie sich fragten, dass es tatsächlich noch junge Gläubige gibt.

Für die Jugendlichen war der Kreuzweg auch nochmal ein Ort in den Ferien miteinander zu reden und Gemeinschaft zu erfahren, und gemeinsam zu lachen. Gegen zwei Uhr nachts begann die letzte Etappe von Wuschewier nach Neutrebbin, der auf den Straßen des Oderbruches zurückgelegt wurde.

Die ganze Nacht begleitete der hellscheinende Mond bei immer noch kühl-warmen Temperaturen die Jugendlichen auf dem Weg nach Neutrebbin, und erleuchtete die Umgebung. Im Gemeindehaus durften sie zur Ruhe kommen und nach ein paar Stunden Schlaf erwartete ihnen eventuell Muskelkater.

Aktualisiert durch: Marcel Schröder