02.06.2019  | 
CVJM Oderbruch allgemein

Hoch hinaus – Eine Fahrt voller Begegnungen in Heilbronn

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Der Inner Wheel Club Heilbronn lud Jugendliche des CVJM Oderbruch vom 29. Mai 2019 bis zum 2. Juni 2019 nach Heilbronn ein, sodass Jugendliche es auch Mal möglich ist, Baden-Württemberg und die Freundinnen des Inner Wheel Distriktes 86 kennenzulernen und zu begegnen.

„Normalerweise besuchen die Freundinnen des Distriktes uns jährlich im Oderbruch, um ihren Blauen Bus an den verschiedenen Standorten zu besuchen und die Kinder vor Ort kennenzulernen. Nun laden Sie uns ein. Wir sind gespannt“, äußerte sich das 25-jährige Vorstandsmitglied Marcel Schröder.

Kleine Experimente mit großer Wirkung

Mit fünf voll motivierte Personen fuhr der CVJM während der Prüfungsphase nach Heilbronn. Direkt in Heilbronn angekommen, lernten sie die beschauliche Stadt auf dem Weg zur Experimenta, dem Science Center, sowie die Rosemarie Meyer, Vizepräsidentin sowie Christiane von Heyden, Präsidentin des Clubs, kennen. Viele verschiedene Experimente, Aufgaben und Herausforderungen warteten auf die Freundinnen und Jugendlichen. Bereits zu Beginn versuchten sie verschiedene Materialien in edle Stoffe und grobe Stoffe zu sortieren oder sprangen auf eine Platte, um herauszufinden, bei welcher Kraft das ausgesuchte Material, wie zum Beispiel Kunststoff, brechen wird. Viel Spaß hatten die Jugendlichen auch, als es kreativ wurde, und sie mit Magneten experimentierten und den Stromzyklus wiederherstellten. Manchmal erforderte es auch gar nicht viel Kraft, sich mit dem eigenen Körpergewicht am Seil hochzuziehen. Später hörten alle noch ein Hörspiel der 3 Fragezeichen im Science Dom der Experimenta, und aufgeregt lösten Marcel Schröder und Christina Wagner den Fall ehe die 3 Fragezeichen ihn lösen konnten.

Auch der Besuch der ehrenamtlichen Mitarbeitenden Luise Reiner in Fleyen, die vor Jahren ihren Freiwilligendienst im Oderbruch absolvierte, gehörte zu den Begegnungen und zum großen glücklichen Wiedersehen. Luise zeigte den Jugendlichen auch noch in der Nähe ihres Heimatortes Fleyen die Weingärten und ein paar schöne Aussichtspunkte über die Region. Da dachten sich auch die Jugendlichen, sie rennen mal schnell den Weinberg herunter.

Klettern und erholen

Direkt morgens, bevor die Hitze zu schlug, ging es in Richtung Berge. „Leider halfen auch keine drei Navigationsgeräte, um den richtigen Weg zu finden. Ein Anruf half erst“, so Christina Wagner. Am Parkplatz angekommen und schon konnte es mit Birgit Vollert und ihren Kindern, sowie Burkhardt von Heyden losgehen. Für die Oderbrüchler war es dann doch etwas ungewohnt, stets Treppen zu laufen oder im Wald den Berg hochzugehen, um die Ausrüstung für den Kletterpark zu bekommen. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung ging es auch schon los. Auf mehr als 10 Meter Höhe kletterten die Jugendlichen mit Burkhardt und Birgit und nutzten verschieden farbgekennzeichnete Parcoure. Die 17-jährige Franca erzählte: „Ich klettere gerne und häufig mit meiner Familie und es macht hier auch viel Spaß zwischen den Bäumen sich einfach hängen zu lassen.“

Teilweise lernten sie sogar Skateboard fahren, um zwischen den Bäumen weiterzukommen. Auf der finalen Strecke kletterten, rutschten und wackelten die kleinen Helden des Alltags, um bei circa 14 Meter Höhe von einer Platte in den Abgrund zu springen.

Nach der Klettertour waren die Mädchen etwas erledigt und hatten genug Zeit sich bei der Bundesgartenschau unter einem Baum kurz auszuruhen, während die anderen sich die Gartenschau, die Vielfalt der Pflanzen und die Musik bei einem schönen Eiscafé anschauten und miteinander plauschten bis es gemeinsam zum Pier 58 geht, um bei guten Gesprächen gemeinsam Flammkuchen zu essen.

Noch am Abend sollte es zur Bundesgartenschau zurückgehen, um bei Sonnenuntergang den Abend gemeinsam mit leckeren Getränken zu genießen und auf einer Terrasse eine Licht-Wassershow zu sehen, bei der Deutsche Hits aus den vergangenen fünf Jahrzehnten dazu gespielt wurden.

Eine Tour durch Heilbronn

Zum letzten Mal fuhren die Jugendlichen nach Heilbronn, um sich die Stadt noch etwas näher anzuschauen; aber zuerst lauschten sie der Orgelmusik in der Kilianskirche von Heilbronn. Uli Bachmann gab eine kleine Stadtrundführung, bei der es auf dem Turm der circa 60 Meter hohen Kirche ging, zum Marktplatz und zum Deutschen Hof. „Leider wurde im Zweiten Weltkrieg mehr als 90 Prozent der Stadt bei einem Brand zerstört. Nur die nötigsten und historischsten Gebäude, die für die Stadtgeschichte gebraucht werden, wurden wieder aufgebaut.“

So erinnerten sich auch die Oderbrüchler an die Geschichten über den Zweiten Weltkrieg in ihrer Region, bei denen die Artilleriegeschütze der Roten Armee einen verheerenden Feuersturm auslösten und viele Orte im Bruch ebenfalls stark zerstört worden sind.

Mit einer Tour durch Heilbronn konnten die Jugendlichen nochmal, nach einigen Gesprächen, die Zeit nutzen, um einkaufen zu gehen. Dabei wurde auch noch das Gästebuch des Clubs bunt mit einem eigenen Eintrag verziert, welches am Abend im Biergarten Heuchelberg übergeben werden sollte.

Noch am Parkplatz des Heuchelbergs übergab Christina Wagner ein kleines Gastgeschenk an den Club bis es steil nach oben zum Biergarten ging. Indra Hennemeyer fragte den Damen gleich „Naa, Haben Sie mich schon vermisst?“ als sie am Biergarten ankamen. Genüsslich speisten und sprachen die Damen und Jugendlichen miteinander und tauschten sich über die verschiedenen Begegnungen der Woche und über Projekte des CVJM aus. Als Dank erhielten auch die Jugendlichen von Rosemarie Meyer ein kleines Verpflegungspaket für die Rückreise. Doch bevor die Reise enden durfte, verabschiedeten sich alle mit einer Verabschiedungsschnecke voneinander.

Aktualisiert durch: Marcel Schröder