02.08.2019  | 
CVJM Oderbruch allgemein

Freizeit: Natur- und Musikfreizeit - Die Schöpfung der Tiere

Tiere  – ein wundervolles Thema für Kinder, die doch stetig ihren Forscherdrang ausleben und sich unsere fantastische Welt erschließen. Im Alltag gibt es nur wenig Zeit diese Welt zu erforschen. Mit 41 Kindern zwischen 6 und 12 Jahren haben fünf Hauptamtliche und zehn Ehrenamtliche die zweite Natur- und Musikfreizeit auf dem Bauernhof von Familie Kexel erleben dürfen.

Das Leitungsteam bestand aus der Musikpädagogin Adda Schulz, (die den Kinderchor der Stadtkirche Seelow leitet), der Jugendreferent Norman Rossius (Leiter des Ortsvereins CVJM Frankfurt Oder e. V.) und Familienbegleiterin Monika Kexel (Leiterin des CVJM-Familienzentrums „Das Nest“ in Seelow). Das gesamte Team war für die bevorstehenden Tage ein besonders Geschenk. Unser Ziel war es, in diesen 5 Tagen die Schöpfung der Tiere mit all unseren Sinnen zu erfahren, ihr mit Gesang Ausdruck zu verleihen, Gottes Liebe zu seinen Geschöpfen zu erahnen und den menschlichen Umgang mit ihnen kindgerecht zu reflektieren.

Im Plenum begegnete uns jeden Morgen und Abend die Figur des Franziskus von Assisi. Er machte durch sein Spiel sehr erlebbar klar, dass Gott jedes einzelne Tier genauso lieb hat wie uns Menschen. Das gemeinsame Singen von thematischen Liedern rundete diese Erlebnisse ab.  Durch Gesang und Stille, sinnliche Erlebnisse, das gestalterische Tun und nicht zuletzt durch das vegetarische Essen in Gemeinschaft erlebten die Kinder eine ganzheitliche Freizeit.

Grundlage des Camps war unsere Auffassung, dass wir die Bedürfnisse aller Teilnehmenden des Camps, Kinder wie Mitarbeitende, berücksichtigen müssen, um unseren Ansatz des sinnlichen Erlebens der Schöpfung Raum geben zu können. Aus diesem Grund haben wir jeden Tag unseren Plan reflektiert, um zu schauen, was müssen wir verändern, um ganz bei den Bedürfnissen der Kinder und des Teams zu sein. Dieser situationsorientierte Ansatz ermöglichte es uns einen kleinen Eindruck von Gottes Genialität, seiner Schöpfungskraft, seiner Wirkmächtigkeit und Liebe erlebbar zu machen.

Jeden Tag konnten sich die Kinder ihre Aktionen aussuchen, waren aber auch in Kleingruppen unterwegs. Das Schnitzen von Tieren, der Bau eines Insektenhotels, das Erforschen der Wasser- und Uferbewohner der Alten Oder, dem Lauschen der Tieregeräusche, thematischen Bewegungsspielen usw. bot ein abwechslungsreiches Forscher-Programm. Der Besuch eines Imkers mit leckerer Honigverkostung brachte uns allen den besonderen Lebensraum der Bienen nahe, ebenso wie die Exkursion zu einem Milchviehhof, bei der die Kinder auch selbständig Butter herstellen konnten.

 Im Chor fanden sich alle Kinder wieder zusammen. Wir haben gemeinsam Lieder einstudiert, Liedtexte trainiert und in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden mehrstimmig und sogar bis zum vierstimmigen Kanon gesungen. Paché- ein Friedenslied des Franziskus – sangen wir für unser Leben mit den Tieren. „Höre den Herzschlag“, dieses Lied nahm uns auf ganzheitliche Weise in alles Lebendige hinein und ließ uns Menschenkinder in Einklang miteinander sein.

Der Tag wurde immer gemeinsam mit einer Abendandacht beendet. Wir haben  die Bilder des Tages angeschaut,  den Segen von Franziskus gespendet bekommen, einen Moment der Stille gehabt und Gutenachtlieder gesungen Dann sind alle Zeltbetreuer mit ihren Kindern zur Abendwäsche gegangen und haben noch eine Zeit zur Reflexion des Tages im Zelt gehabt.                                                         

Die Idee, die Eltern am Anfang und am Ende in das Camp mit einzubeziehen, gemeinsam alles auf- und abzubauen, Tischgemeinschaft zu erfahren und zu Singen war auch in diesem Jahr wieder ein wichtiges Gemeinschaftserlebnis. Die Familien wurden ebenfalls wieder eingeladen nach den Ferien den Einschulungsgottesdienst zu besuchen und bei einem Auftritt des Stadtfestes in Seelow teilzunehmen.

Auch nach dieser Freizeit besteht der Kontakt zu den Teilnehmenden aufrecht, da das Leitungsteam eng mit den Kindern und ihren Familien zusammenarbeitet und auch die Kinder haben sich auf ein Wiedersehen verabredet.

Das mitarbeitende Team reiste schon zwei Tage vor der Freizeit an und blieb ebenfalls einen Tag länger, um alles zum Wohle und Erlebnisreichtum der Kinder vorzubereiten und betrachten zu können. Die tägliche und abschließende offene Reflexion half uns sehr wichtige Weichen für die Freizeitplanung 2020 zu stellen.

Aktualisiert durch: Marcel Schröder